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Eine Seefahrt, die ist lustig...

... eine Seefahrt, die ist schön! Am 08.11. gings mit dem Zug früh nach Stockholm und von dort aus abends mit der Fähre nach Tallinn, der wunderschönen Hauptstadt Estlands. Plan: Partynacht auf dem Schiff, Montag City-Tour durch Tallinn, abends/nachts zurück nach Stockholm, Ankunft morgens 10 Uhr dort. Große Taschen mussten trotz des kurzen Trips zwangsläufig mitgenommen werden, weil der Alkohol in Estland ja im Gegensatz zu Schweden traumhaft günstig ist und man tolle Erfindungen wie Gin Grapefruit und Wodka Cranberry in der Dose kaufen kann. Einstweilige Bedenken aufgrund der grassierenden Schweinegrippe kamen zwar angesichts von 2000 partywütigen Studenten aus ganz Schweden, Norwegen und Dänemark auf, aber in dem Fall haben wir der Gefahr einfach ins Auge geblickt Offensichtlich hatten viele (100% der Kerle, 50% der Mädels) diese Tour als einen Rückflug ins Zeitalter der Feriencamps und Jugendlager gebucht - hemmungsloses Betrinken, ständige Anmachversuche, vom Begriff "Manieren" ganz zu schweigen... Ohne obszön zu werden, könnte man das Verhalten einiger bereits als "Rumhuren" definieren. Aber gut. Für alle die, die am nächsten Tag vor allem Tallinn sehen wollten (ja, auch ich), war es ja auch keine unlösbare Aufgabe, etwas zu trinken, Spaß zu haben und trotzdem am nächsten Morgen ohne 20 Kopfschmerztabletten aus den Federn zu kommen.

Tallinn ist eine wunderwunderschöne Stadt. Vor allem "Old Town", die Altstadt, begeistert: unzählig viele, verwinkelte Gassen und Straßen mit ausgetretenem Kopfsteinpflaster, hohe, enge, schiefe Häuser, mal dick, mal dünn, aber immer kunterbunt angemalt in herzlich-warmen Tönen, mächtige Kirchen mit Zwiebeltürmchen, mittelalterliche Häuserfassaden und Händlerbuden und einen romantischen Charme trotz abbröckelnder Fassaden und rissigen Wänden. Sicherlich gibt es Ecken und Enden, an denen die alte Ostblockzeit noch deutlich zu spüren ist, aber gerade in der Altstadt (die sich an einen Hang schmiegt, auf dem der bischofshoheitliche Sitz lag und von dem man einen guten Blick über die kleine Stadt hat) gehört das zum Stadtbild. Erinnert einen auch an schlechtere Zeiten und die Armut, aus der man sich hier aber anscheinend erfolgreich versucht zu befreien. Auf der anderen Seite der Stadt sieht es nämlich ganz anders aus: eine Shopping-Mall an der nächsten, Hochhäuser und Bürogebäude, viel Verkehr, Menschentrubel, der Hafen, alles ist emsig und lebt. Bin sehr begeistert und muss unbedingt nochmal herkommen! 

Der Trip zurück sah ebenso aus wie der erste Abend, und es war schwer zu sagen, an welchem die Leute schlimmer betrunken waren. Bis zu einem gewissen Grad lustig, aber hat damit auch gereicht. Die Kabine war schockierend klein, aber irgendwie haben wir uns beim Vorglühen trotzdem erfolgreich zu zwölft reingequetscht, mit Stehen und Biegen und Brechen. Im Zug nach Stockholm war es dann richtig schön still... :D

Tallinn, ich komme wieder! Wenn die Bäume grün sind und die Pflanzen Knospen treiben und damit endgültig den grauen Teil der Stadt überdecken und du nur noch wunderschön bunt bist

Anbei mal ein kleiner Vorgeschmack, der volle Upload auf studivz/ Facebook:


10.11.09 18:59

bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Christina (15.11.09 22:06)
Süße, was du schreibst klingt immer so malerisch, traumhaft und bezaubernd schön... an dir ist echt ne schriftstellerin verloren gegangen... ;-)


julia (20.11.09 10:09)
die ist nicht verloren gegangen, die ist nur noch nicht an ihrem ziel angekommen!


Christina (24.11.09 23:49)
das ist natürlich wahrscheinlicher :-)

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